Motorräder

2 Räder und 65PS

Meinen Motorradführerschein habe ich mit knapp 18 (heimlich) zusammen mit meinem Autoführerschein gemacht, aber bis vor ein paar Jahren hat es irgendwie nie zu einer eigenen Maschine gereicht.

Honda NX 250 Dominator

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Angefangen habe ich mit einer Enduro, der Honda NX 250 Dominator, die für Wiedereinsteiger wie mich optimal war und die eine exzellente Verarbeitungsqualität bietet. Allerdings brummt einem auf langen Strecken dermaßen der Hintern, dass ich mich vor ein paar Jahren nach einem tourentauglichen Mopped umgesehen habe. Darüber hinaus scheint die kleine Domi eine Elektrikkrankheit zu haben: Sie geht dann während der Fahrt einfach aus oder springt erst gar nicht an. Dann ist die CDI-Zündeinheit im Eimer. Alles in allem aber ein Motorrad, das trotz der schlappen 22 PS jede Menge Spaß gemacht hat.

Honda VFR 400

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In einem Anfall von Wahnsinn habe ich mich an Karfreitag 2002 von meiner Honda VFR getrennt. Mit dem kleinen Joghurtbecher konnte man zwar super um die hiesigen Ecken flitzen, aber ich hatte kaum Zeit für sie und dachte, es sei das Beste, sie in neue Hände zu geben. Als die Kleene dann den Weg in ihre neue schwäbische Heimat antrat, wurde mir ganz anders ums Herz…

Ihr Steckbrief: superleicht, superhandlich, superbissig. Und selten dazu, denn meine VFR war eine von nur rund 200 legal importierten Maschinen. An jeder Mopped-Kaffeebude guckten die Leute ganz neugierig, weil sie noch nie so eine attraktive Nähmaschine gesehen hatten 🙂

Yamaha BT 1100 Bulldog

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Gefährlicher Name für einen sanften Riesen. Der luftgekühlte V2 wurde bereits in der legendären Yamaha TR1 eingesetzt und hat in den vergangenen zwanzig Jahren bereits diversen Motorrädern ein sonor brummendes Leben eingehaucht.

1100 Kubikzentimeter, 65 PS und an die 250 Kilogramm Lebendgewicht machen aus der Bulldog nicht gerade ein Leichtgewicht. Ihre Qualitäten liegen auch nicht in der Hochleistungsecke wie Fazer 1000 oder XJR 1300, sondern im Cruisen mit ordentlich Schräglagenfreiheit. Dazu kommen enorme Handlichkeit, tolle Bremsen und ein super Sound.

Auch positiv hervorzuheben ist der annähernd lastwechselfreie Kardanantrieb und die superbequeme Sitzbank.

Yamaha XJ 600 S Diversion

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Die XJ 600 S Diversion ist ein absolut frauenfreundliches Motorrad mit gutem Windschutz und prima Sitzkomfort. Trotz ihrer 208 Kilo vollgetankt lässt sie sich problemlos handeln, und ihre 50 PS Leistung reichen völlig aus, in allen Lebenslagen genug Kraftreserven zu bekommen – man muss sie nur ordentlich auf Drehzahl halten. Die XJ 600 S Diversion gehört zu den preisgünstigen Vierzylindern und ist ein alltagstaugliches Motorrad mit einem sehr zuverlässigen Motor, der dazu noch sehr wartungsfreundlich ist.

BMW F 650 GS

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Mit 50 PS kann man enorm flott unterwegs sein, und die Enduro-Sitzposition gefiel mir ausnehmend gut!  Dazu noch eine superbequeme Ergo-Sitzbank von Wunderlich, ein Dakar-Windschild sowie eine praktische Vorderradabdeckung, und die BMW war perfekt.

Der Fahrspaß wurde allerdings des öfteren getrübt, denn ein immer wieder aussetzendes ABS-Steuergerät brachte nicht nur einen Ausfall beim ABS, sondern auch gleich Ausfall des Tachos und der Mototronik. Dazu gesellten sich noch diverse Macken, die mich schließlich nervten. Das ABS-Steuergerät wurde zweimal wegen Wassereinbruch ausgetauscht, aber bis zum Verkauf hat BMW die Motoreinstellung nicht in den Griff bekommen.

Fazit: Ein tolles Motorrad mit vielen Fehlern.

Auch positiv hervorzuheben ist der annähernd lastwechselfreie Kardanantrieb und die superbequeme Sitzbank.

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