Auf Twitter mehr bewegen: Ideen, den Widerstand zu stärken

Da ich über 340 km von Stuttgart entfernt wohne, versuche ich hauptsächlich, über das Internet (Twitter, Facebook, Blogs & Co) gegen S21 zu kämpfen. Twitter ist eine hervorragende Plattform zur schnellen Informationsvermittlung und ein gutes Medium, um sich zu finden und zu organisieren.

Doch wir haben noch lange nicht alle Möglichkeiten von Twitter ausgeschöpft. Im Gegenteil – auf der #S21 Timeline gibt es viel „Müll“ (sorry), der die TL verstopft: Späßchen müssen natürlich erlaubt sein, aber sie sollten nicht zum Hauptgegenstand der #S21 TL werden. Das gegenseitige Niedermachen mag helfen, um zwischendurch mal Wut abzulassen – dem Widerstand selbst hilft es leider nicht. In der Konsequenz laufen sinnvolle Initiativen Gefahr, unbemerkt unterzugehen. Ein Tweet hat ja nur eine sehr kurze Halbwertszeit…

Vorschlag 1: Ignorieren wir doch einfach die Befürworter, vor allem die polemisierenden. Letztere haben doch bei niemandem eine Glaubwürdigkeit. Dort, wo Pro-ler Falsches twittern, sollte man natürlich (sachlich) einschreiten – und es dann dabei belassen. Ansonsten befasse ich mich mit den Befürwortern kaum, weil die Kommunikation mit ihnen den Widerstand nicht stärkt. (Es gibt Ausnahmen von sehr netten Pro-lern, mit denen Unterhaltungen Spaß machen und niveauvoll sind.)

Vorschlag 2: Wir sollten uns noch stärker darauf konzentrieren, Informationen zu verbreiten. Je besser wir informiert sind, desto besser. Das funktioniert bereits recht gut.

Vorschlag 3: Wir haben ja bereits erfahren müssen, dass die Medien oft „schlampig“ arbeiten (mehr muss ich dazu nicht sagen). Statt sich gegenseitig darüber aufzuregen – schreibt doch besser die einzelnen Twitter-Accounts dieser Medien an, macht sie höflich darauf aufmerksam, fragt sie nach dem Grund, bittet Sie um Ergänzung bzw. Richtigstellung. Die Gegenseite muss ihr Gesicht wahren können, um etwas zu verbessern – das würde euch genauso gehen. Nur wenn alles nichts hilft, muss man selbstverständlich „deutlicher“ werden… Jeder einzelne von uns sollte das tun, und zwar immer wieder, denn steter Tropfen höhlt den Stein. Garantiert.

Vorschlag 4: Dasselbe gilt für Accounts von Bahn, Parteien und Politikern. Wenn euch etwas nicht gefällt: Regt euch nicht unter euch darüber auf, sondern schreibt diese Accounts an. Immer wieder und gerne mehrmals zum selben Thema. Lasst nicht nach und erinnert sie. Nur so spüren diese Accounts (und auch die der Medien) den immensen Druck der Öffentlichkeit. Ewig werden sie ihm nicht standhalten können. (Vielleicht könnte jemand eine Twitter-Liste mit allen wichtigen Accounts von Medien, Bahn, Politik & Co erstellen, der wir folgen können, damit wir immer schnell die passenden Accounts parat haben, wenn wir einen davon erwähnen wollen?)

Vorschlag 5: Die Protestbewegung muss noch größer werden, und Twitter ist ein gutes Medium dafür. Seid kreativ und lasst euch etwas einfallen, um mehr Follower auf eure TL (und dann vielleicht auf die Demos) zu bekommen. Besonders hierzu wünsche ich mir Vorschläge – einfach die Kommentarfunktion nutzen!

Vorschlag 6: Twitter wird zwar von vielen Medien, Parteien, Politikern und der Bahn genutzt, aber deren Facebook-Account wird häufiger besser gepflegt. Und: Die Facebook-Seiten haben meist eine viel größere Öffentlichkeit. Deshalb: Postet den Inhalt eurer Tweets auch auf den entsprechenden Facebook-Seiten und ruft die TL dazu auf, eure Forderung oder Frage zu „liken“ bzw. kommentieren. Das macht Druck!

Vorschlag 7: Eine besonders interessante Seite ist „direktzu“ – dort kann man der Bahn nämlich auch Druck machen, indem man öffentlich Fragen stellt. Welche Fragen von Kefer & Co beantwortet werden, entscheiden die Leser, indem sie abstimmen. Schreibt dort also immer wieder hin und twittert uns den Link, damit wir eure Fragen in der Liste nach oben bringen!

So, das waren jetzt mal in aller Kürze und Schnelle meine Ideen. Tippfehler bitte ich zu entschuldigen. Über Kommentare und Ergänzungen freue ich mich sehr.

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